Zürich, 18. März 2010: Die MetrioPharm AG (WKN: A0YD9Q; ISIN: CH0107076744) dehnt die Entwicklung ihres einlizenzierten Wirkstoffes Etomoxir und dessen Nachfolgesubstanzen auf die Behandlung von Krebserkrankungen aus.
Eine kürzlich veröffentlichte Studie des M.D. Anderson Cancer Center und der Universität Texas (Houston) belegt eindrucksvoll die Wirksamkeit der MetrioPharm Leitsubstanz Etomoxir bei der Behandlung von Leukämie. Es konnte gezeigt werden, dass Etomoxir in der Lage ist, das Wachstum von Leukämiezellen zu hemmen und diese zugleich empfindlicher gegenüber Zytostatika zu machen (The Journal of Clinical Investigation, 2010 Jan, 120(1):142-156). Die Ergebnisse zeigen im Tiermodell, dass Etomoxir in Kombination mit der zytostatischen Standardtherapie (AraC) zu einer Senkung der Leukämielast führt sowie zu einer Erhöhung der durchschnittlichen Überlebenszeit um 67 Prozent im Vergleich zur Kontrollgruppe. Die Untersuchungen haben damit belegt, dass die medikamentöse Modulation des Energiestoffwechsels von Krebszellen ein großes therapeutisches Potenzial für die Tumortherapie birgt.
Etomoxir und mehrere Nachfolgemoleküle der MetrioPharm AG modulieren den Energiestoffwechsel von Zellen, indem sie das am Fettsäurestoffwechsel beteiligte Transportprotein Carnitin Palmityltransferase (CPT 1) hemmen. Dadurch wird die Nutzung von Fettsäuren als Energiequelle von Krebszellen verhindert. Die neuen Studienergebnisse aus Texas zeigen, dass das Wachstum und die Überlebensfähigkeit von Leukämiezellen und möglicherweise auch anderen Krebszellen entscheidend von einem ungestörten Fettsäurestoffwechsel abhängen.
Im Licht dieser Forschungsergebnisse hat die MetrioPharm AG ihr Portfolio von Wirkstoffen zur Stoffwechselmodulation (MP2070/Etomoxir) einer Neubewertung unterzogen. Neben der bereits in Entwicklung befindlichen Indikation chronische Herzinsuffizienz, legt die MetrioPharm nun auch ein Programm zur Entwicklung der eigenen Substanzen für onkologische Indikationen auf.
"Die Ergebnisse aus den USA führen zu einer erheblichen Aufwertung unseres Medikamentenportfolios. Bisher stand bei Etomoxir und unseren anderen CPT 1-Hemmern die Behandlung der schweren Herzinsuffizienz im Vordergrund. Mit der Ausweitung in den Bereich Onkologie erschließt sich der MetrioPharm AG nun ein zusätzliches Anwendungsfeld, in dem viele Patienten dringend auf verbesserte Therapiemöglichkeiten warten", erklärt Dr. Wolfgang Brysch, Präsident des Verwaltungsrates der MetrioPharm AG. "Die Wirksamkeit von CPT 1-Hemmern bei der Therapie von Leukämien zeigt das große Potenzial, das in dieser Substanzklasse steckt. Gerade im Vergleich mit anderen Krebstherapeutika zeichnen sich unsere Wirkstoffe durch eine sehr gute Verträglichkeit und ein gutes Sicherheitsprofil aus. Bei einer Krebstherapie bedeuten diese Faktoren, neben einer höheren Lebenserwartung, insbesondere auch eine höhere Lebensqualität für die Betroffenen", so Brysch.